Freiwillige an die Front

„Der König von Italien hat mir den Krieg erklärt. Ein Treuebruch, dessengleichen die Geschichte nicht kennt …“, beginnt das berühmte Manifest Kaisers Franz Josefs I.

Das italienische Königreich hatte sich entschlossen, die Gunst der Stunde zu nutzen, und lange gehegte Gebietsansprüche mit Waffengewalt durchzusetzen.

Im Juli 1915 rückte das OÖ. Freiwillige Schützenregiment, nach einer kurzen Ausbildungsphase, an die neue Front gegen den vertragsbrüchigen Verbündeten ab.

Am 20. Juli wurde diesem Ausrücken durch eine Feldandacht am Denkmal der oö. Freiwilligen Schützen auf dem Gelände des Moorbades Bad Wimsbach-Neydharting in würdiger Form gedacht. An dieser Stelle sei dem Herrn Diakon Josef Greifeneder für das Zelebrieren der Feldandacht herzlichst gedankt.

Vier Namen von gefallenen Schützen wurden im Zuge des Totengedenken verlesen. Gleichzeitig wurde auch das neue Projekt „Wir holen die Gefallenen zurück in die Heimat!“ vorgestellt.

Um was geht es dabei?

Ausgangspunkt ist der Name des Gefallenen und der Ort an dem er ums Leben gekommen ist. Wir entnehmen einen Stein an diesem Ort, beschriften ihn mit Namen, Dienstgrad, Herkunft, Geburtsdatum, Sterbedatum und -ort und im Rahmen der Feldandacht wird er am Denkmal niedergelegt. Auf diese Weise kehren die Gefallenen wieder in die Heimat zurück. Als erster Stein wurde jener für Korporal Alfred BENDA, geb. 1897, aus Kremsmünster, gefallen bei Strigno-Agnedo im Val Sugana am 22. August 1917, am Denkmal niedergelegt.

Zum Abschluss der Feldandacht gaben wir wieder unser Stelldichein bei der Mostschänke BERGER am anderen Seite der Moorwiese. Kameradschaftliche Kontakte und interessante Gespräche mit unseren Gästen ließen den Abend ausklingen.

Vielen Dank für die zur Verfügung gestellten Fotos an Zgsf. Karl Heinz Mattern, IR 59 aus Salzburg.