Sonderausstellung 2011 im Traditionsraum

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„Zweierschützen Museum“ der Zehnerkaserne Ried welches im Kommandogebäude des PzGrenB 13 untergebracht ist, einem kleinen aber feinen Museum, werden als besondere Rarität drei Feldzeichen aufbewahrt. Die alte k.k. Fahne M 1915 aus der Monarchie, das Feldzeichen M 1935 des AJR 8 (als Leihgabe des OÖLM) und die Fahne der B-Gendarmerie-Schule. Drei Vitrinen sind der Geschichte des k.k. Landwehr Infanterie Regiments Linz Nr. 2 (k.k. Schützenregiment Nr. 2) gewidmet. Zu sehen sind die Geschichte des Regiments sowie interessante Fundstücke aus dem Kampfgebiet am Isonzo sowie die verschiedenen österreichischen Infanteriegewehre vom Vorderlader bis zum Repetiergewehr welche in der k.u.k. Armee Verwendung fanden. Auch dem Namensgeber der Kaserne, General Wilhelm Zehner ist eine eigene Vitrine gewidmet.

Als Sonderausstellung 2011 ist die die Entwicklung der Handgranaten vom ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart zu sehen. Den Durchbruch als Nahkampfmittel und wichtige Bewaffnung der Infanterie erfuhr die Handgranate im ersten Weltkrieg, besonders als die Fronten erstarrten und es zum Stellungskrieg kam. Der imense Bedarf konnte nur durch Improvisation der verschiedensten Hersteller gedeckt werden. Die österreichische Armee verwendete auch viele Gewehrgranaten, welche in großer Zahl vorrätig waren und einfach zur Handgranate umgebaut wurden. Erst in der Zwischenskriegszeit wurden beim Bundesheer und der Reichswehr ein Einheitsmodell eingeführt, die legendäre Stielhandgranate, die auch während des II. WK im Einsatz war. Zuletzt setzte sich die Eierhandgranate durch und ist heute in allen Armeen der Welt im Gebrauch.

Um auch praktisches militärisches Wissen zu vermitteln, wird in der größten Vitrine die Entwicklung der Hohlladung als Lehrmittel gezeigt. Die Hohlladung entstand zur Abwehr gepanzerter Fahrzeuge und kam gegen Ende des zweiten Weltkriegs in großen Stückzahlen zum Einsatz. Mit "Panzerfaust" und "Panzerschreck" wurden der Infanterie Nahkampfwaffen gegeben, die jedoch auf Grund der geringen Einsatzschussweite von 60 Meter nur in geeignetem Gelände erfolgreich eingesetzt werden konnten. Das amerikanische Gegenstück, der Bazooka, wurde auch von der B-Gendamerie und im Bundesheer weiter verwendet. Erst in den 60er Jahren wurden neue PAR Systeme angeschafft, welche heute nur mehr den älteren Kameraden in Erinnerung sind.

Als besondere Rarität wird ein Stück Stahl gezeigt, welches mit kleiner und großer Panzerfaust beschossen wurde. Hier sieht man genau die Durchschlagsleistung der Hohlladung und kann sich die Wirkung im Inneren eines Panzerfahrzeugs gut vorstellen.

Ein Besuch im Traditionsraum Kommandogebäude PzGrenB 13 lohnt sich! Für alle Interessierte ist das Museum, welches auch im Verbund der OÖ Museen Mitglied ist, jederzeit gegen Voranmeldung zu besichtigen (StWm Mario Berger, Kdo PzGrenB 13 Tel.: 07752 4482381xxx)

Andreas Danner